Was ist die Private Krankenversicherung (PKV)?
Die Private Krankenversicherung (PKV) ist ein System der Krankheitskostenvorsorge, das auf dem Äquivalenzprinzip basiert. Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), bei der sich der Beitrag nach dem Einkommen richtet (Solidaritätsprinzip), orientiert sich der PKV-Beitrag am gewählten Leistungsumfang, dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss.
GKV vs. PKV: Die wichtigsten Unterschiede
| Merkmal | Gesetzlich (GKV) | Privat (PKV) |
|---|---|---|
| Beitrag | Prozentual vom Einkommen | Leistung, Alter, Gesundheit |
| Leistungen | Gesetzlich definiert (kürzbar) | Vertraglich garantiert |
| Familie | Kostenlose Mitversicherung | Beitrag pro Person |
| Arztwahl | Kassenärzte | Freie Wahl (auch Privatärzte) |
| Krankenhaus | Mehrbettzimmer, Diensthabender Arzt | Ein-/Zweibettzimmer, Chefarzt |
Für wen lohnt sich der Wechsel?
Nicht für jeden ist die PKV die beste Wahl. Ein Wechsel will gut überlegt sein. Besonders attraktiv ist sie für:
Eine ausführliche Entscheidungshilfe mit aktuellen Beitragsgrundlagen 2026 bietet unser Ratgeber PKV oder GKV: Wann ist ein Wechsel sinnvoll?; speziell für Selbstständige behandelt der Ratgeber Krankenversicherung für Selbstständige die Besonderheiten. Für Angestellte haben wir das Thema PKV für Angestellte vertieft, die Rückkehr von der PKV in die GKV und die Besonderheiten für Familien und Kinder ebenfalls ausführlich behandelt.
Selbstständige
Oft günstiger als der GKV-Höchstbeitrag bei deutlich besseren Leistungen.
Beamte
Durch die Beihilfe des Dienstherrn ist die PKV unschlagbar günstig.
Gutverdiener
Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze profitieren von Top-Schutz.
Die Kostenfalle: Darauf musst du achten
Vorsicht bei Billigtarifen!
Wer nur nach dem günstigsten Preis schaut, zahlt später oft drauf. Billigtarife bilden weniger Altersrückstellungen und haben oft Lücken bei wichtigen Leistungen wie Psychotherapie, Hilfsmitteln oder Zahn-Materialkosten.


